Stimmtherapie nach der Lichtenberger® Methode - Modul 3: Resonanz - KOMPAKT

Stimmstörungen, Stimmtherapie, Therapiemethoden

Start:
19. Juni 2020
Ort:
Köln
Gebühr:
180 €
Punkte:
8
Fortbildungspunkte
Für:
Logopädie

Beschreibung

Die Lichtenberger® Methode nach Gisela Rohmert, die 1982 begründet wurde, hat mit ihrer funktionalen Perspektive die Stimmtherapie geprägt wie kaum eine andere.

 

„Ein erweitertes Verständnis der Beziehung des sensorischen Nervensystems zum Klang führt zu einem neuen Ansatz in der Stimmpädagogik.“ (Rohmert)

 

Funktional orientierte Methoden in der Stimmtherapie entwickelten sich in den 80er Jahren aus interdisziplinären, wissenschaftlichen Forschungen am Institut für Arbeitswissenschaften an der TH in Darmstadt.

 

Die Klangschwingung selbst beeinflusst in ihrer Rückbezüglichkeit das Verhalten von Muskeln, Bindegewebe und Nerven, wenn wir uns von der Sensorik über Rezeptoren und Muskelspindeln leiten lassen und unser Nervensystem selbstregulierend neue, physiologische Muster der Phonation und Atmung etabliert.

 

Wir begleiten die Klangentwicklung unserer Klienten/Patienten mit einer prozessorientierten Stimulationspädagogik, die nicht auf ein vorgefertigtes Stimmergebnis abzielt, sondern die Stimmfunktion in ihre Physiologie zurückführt.

 

Die Fortbildungen orientieren sich schwerpunktmäßig an der Lichtenberger® Methode für angewandte Stimmphysiologie (nach Rohmert/Landzettel) und ihrer Übertragung auf die logopädische Stimmtherapie der Sprech- und Singstimme.

 

Resonanz ist weit mehr als das Mitschwingen von Luft in hohlen Räumen des Ansatzrohres. Die Stimmlippenschwingung versetzt auch unser Knochen- und Bindegewebe sowie die das erweiterte Ansatzrohr auskleidenden Schleimhautschichten in eine feine Vibration, im Inneren wahrnehmbar durch die Mechanorezeptoren, an der vibrierenden Hautoberfläche spürbar über das Auflegen der Hände. Die Schallwelle wird absorbiert, reflektiert oder bestenfalls transmittiert. Resonanzeinschränkungen entstehen durch die kompensatorische Kontraktion von Muskeln des Ansatzrohres, von diaphragmentalen Strukturen oder beispielsweise der Schulter-Nacken-Muskulatur. Werden diese abgebaut,  gewinnt die Sprech- und Gesangsstimme an hohen und niedrigen Teilfrequenzen, die wir als vermehrte Brust- und Kopfresonanz und Tragfähigkeit spendende Brillanz der Stimme wahrnehmen können.

 

Wir spüren dem Phänomen Resonanz nach und lernen einen Fundus an therapeutischen Möglichkeiten zur Resonanzentwicklung kennen.

 

– Theoretische Vertiefung der stimmphysiologischen Prinzipien zu den Themen: Schwingung und Schall, Akustik, Ansatzrohr und Resonanz, Tragfähigkeit, Resonanzphysiologie, Faszien, Durchlässigkeit

–  Verfeinerung und Anregung der eigenen sensorischen und auditiven Wahrnehmung

–  Erfahrungen mit der eigenen Stimme und dem funktionalen Hören in Gruppen- und Einzelübungen

 

Voraussetzung: Um Modul 3 besuchen zu können, müssen Sie das Modul 1 besucht haben oder anderweitige Vorerfahrungen mit der Funktionalen Methode mitbringen. Sprechen Sie uns bei Fragen hierzu gerne an (kontakt@prolog-wissen.de oder 0221-6609120).

Die Module 2 (Kehlkopf), 3 (Resonanz) und 4 (Singen und Sprechen) hingegen bauen nicht aufeinander auf und können auch unabhängig voneinander besucht werden.

Veranstalter

ProLog WISSEN
Olpener Str. 59
51103 Köln
0221-660 91 20

Veranstaltungsort

ProLog Wissen GmbH
Olpener Str. 59
51103 Köln
Deutschland

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