Hypnosystemische Therapie bei Angststörungen (2103-162)

Angrenzende Bereiche (Logopädie), Angrenzende Bereiche (Ergotherapie), Angrenzende Bereiche (Physiotherapie)

Start:
06. Juli 2021
10:00 Uhr
Ende:
08. Juli 2021
16:00 Uhr
Ort:
Hannover
Gebühr:
425 €
Punkte:
24
Fortbildungspunkte
TN:
12
Teilnehmer:innen
Für:
Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie
Von:
Leibniz Kolleg
Detlef Wotschke
Mit:
Uwe Hampel

Beschreibung

Angststörungen und Phobien besser verstehen

In den Augen Antonio Damasios (Portugiesischer Neurowissenschaftler. Er wurde vor allem bekannt durch seine Arbeiten zur Bewusstseinsforschung.) ist das psychische Leben das Ergebnis eines fortwährenden Versuchs einer Symbiose zwischen unseren beiden Gehirnen.
Auf der einen Seite ein kognitives Gehirn: bewusst rational und der Außenwelt zugewandt. Andererseits ein emotionales Gehirn: unbewusst zuvörderst aufs Überleben bedacht und vor allem: in engem Kontakt mit dem Körper.

Im Grunde genommen ist fast jede krankhafte Angst und Panikattacke auf einen Konflikt zwischen unseren beiden Gehirnen (Neocortex und limbisches Gehirn) zurückzuführen. Soweit so gut.

Diese Aussage gibt uns allerdings noch keinen Hinweis, WIE Klienten sich ein „Problem“ machen.

 

 

Angststörung

Aus meiner Sichtweise ist die Aufgabe eines Therapeuten auch, gemeinsam mit den Klienten herauszufinden, auf welche Art und Weise die pathologische Angst unter Berücksichtigung der Selbstorganisation des Individuums, entsteht, aufrechterhalten wird und aufgelöst werden kann. Immer unter Berücksichtigung der Wechselwirkungsprozesse individueller Systeme in ihren Umgebungssystemen.

Die Annahme, dass Probleme von Beobachtern, Wahrnehmenden konstruiert werden, aber nicht objektiv an sich bestehen, erweist sich als großer therapeutischer Wert.
Sie bietet auch sehr viele Interventionschancen. Denn wenn etwas wie ein Problem konstruiert ist, kann es auch wieder de- und umkonstruiert werden, sogar in Lösungen.

Die Perspektive der Konstruiertheit bietet also wesentliche Gestaltungschancen.
Um diese zu nutzen, ist es hilfreich, sich zu verdeutlichen, wie Probleme konstruiert werden. Sie können verstanden werden als kunstvoll gestaltete Gewebe, als Muster der assoziativen Verkopplung verschiedener synchron auftreten Erlebniselemente (z. B. Verhalten, Kognitionen, Emotionen). (Gunther Schmidt, Liebesaffären zwischen Problem und Lösung – Hypnosystemisches Arbeiten in schwierigen Kontexten. Carl Auer Verlag)

Die Seminarteilnehmer lernen:
• Wie Konflikte entstehen und krankmachen (Angst, Depression, Zwänge, psychosomatische Symptome).
• Nützliche Grundannahmen und Hypnosystemische Ansätze u.a. von Sigmund Freud, C.G. Jung, Gunther Schmidt, Gerald Hüther und dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP).
• Praxiserprobte therapeutische Werkzeuge zur Lösung von pathologischen Ängsten

Seminarinhalt
Angststörungen erkennen und differenzieren
Klassifizierung und Verlauf von Angststörungen und Phobien.
Entstehung von Ängsten und Phobien
• Chemisches Ungleichgewicht
• Körperliche und emotionale Erschöpfung
• Ursache im Familiensystem
• Innerer Konflikt

Therapeutische Grundannahmen und Hypnosystemische Ansätze
Ansätze und Grundannahmen u.a. von Sigmund Freud, C.G. Jung, Gunther Schmidt, Gerald Hüther und dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP).
Was innere Konflikte sind und wie sie entstehen.
Wie unbewusste innere Konflikte Individuen krankmachen (Angst, Depression, Zwänge, psychosomatische Symptome). und wie sie aufgelöst werden können.

Die Teilnehmer lernen die wichtigsten menschlichen Meta-Bedürfnisse (Sicherheit, Zugehörigkeit, Individuation) kennen.
Das Unterdrücken (Konflikt) dieser Meta-Bedürfnisse erzeugt psychische und somatische Anspannungen, die sich bis zu einer Depression und Angst steigern können.
Wut und Angst als Ausdruck des Körpers für das innere Ungleichgewicht.
Meta-Persönlichkeitsstrukturen und internale Informationsverarbeitungsprozesse.
Die Verbindung von systemischen Verfahren und dem Hypnotherapiekonzept nach Milton Erickson.

Das zentrale Konzept der Hypnosystemischen Therapie:
• Arbeit mit dem inneren System der Selbstorganisation lebender Systeme
• Beachtung und Nutzung der Wechselwirkungsprozesse zwischen der Organisation der Innenwelt und den Einflüssen der Außenwelt (Kopplung zwischen Individuen und ihren Umgebungen).

Fallbeispiele und praktische Anwendungen

Praktische Fallbeispiele aus der therapeutischen Praxis der Teilnehmer und des Dozenten.
Rollenspiele, Meta-Prozesse und Muster

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Veranstaltungsort

Leibniz Kolleg Hannover
Karl-Wiechert-Allee 66
30625 Hannover
Deutschland

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