Schwierige Gespräche in der Pflege (2106-179)

Angrenzende Bereiche (Logopädie), Angrenzende Bereiche (Ergotherapie), Angrenzende Bereiche (Physiotherapie)

Start:
08. Juni 2021
10:00 Uhr
Ende:
10. Juni 2021
18:00 Uhr
Ort:
Hannover
Gebühr:
625 €
Punkte:
24
Fortbildungspunkte
TN:
24
Teilnehmer:innen
Für:
Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie
Von:
Leibniz Kolleg
Detlef Wotschke
Mit:
Marion Lockert

Beschreibung

Gesprächsmethoden – Neue Sichtweisen, wirksame Methoden und Strategien

Das Berufsfeld der Pflege stellt erhöhte Anforderungen an die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen.
Immer wieder ergeben sich herausfordernde Situationen, die häufig auf inneren oder äußeren Konflikten basieren – von allen Beteiligten.

Hier respektvoll und lösungsorientiert zu bleiben, fällt daher nicht immer leicht. Klarheit über die eigenen und fremden Motivationen, ein funktionierendes Gefühlsmanagement und lösungsorientierte kommunikative Strategien lassen Sie jedoch leichter gute Lösungen finden.

In diesem Seminar greifen wir Ihre Themen aus der Praxis auf.
Der Ansatz, psychologische Faktoren mit wirksamen, didaktisch aufgebauten Gesprächsmethoden zu verbinden, lässt Sie mit konkreten neuen und bereits erprobten Ansätzen aus diesem Seminar gehen.

 

 

Kommunikation und Gesprächsverhalten

Gerade, wenn Menschen emotional berührt sind, fallen sie oft in unverständliche und herausfordernde Verhaltensweisen, sagen Dinge, die sie später bereuen und die nicht zu Lösungen beitragen.
Der Pflegebereich ist ein Feld, in dem viele, auch widersprüchliche Gefühle anklingen.
Bei allen Beteiligten.

Die Patienten sind konfrontiert mit Schwäche und Hilfsbedürftigkeit, manchmal mit Schmerz, Einsamkeit und Verlust von Bewegungsfreiheit.
Das macht, je nach Persönlichkeit, oft wütend, verstockt, aggressiv, empfindlich.

Die Angehörigen sehen sich ebenfalls mit Befürchtungen konfrontiert, und Engagement und Fürsorge, aber auch Distanz und Abgeschrecktheit bilden häufig eine Gefühls-Gemengelage, die besonders anfällig macht für konfrontatives Verhalten.

Auch die Pflegenden sind von den unterschiedlichsten und auch zuweilen widersprüchlichen Gefühlen betroffen. Sie müssen, neben der physischen Anstrengung, ihren persönlichen Umgang finden zwischen Mitgefühl,

Zugewandtheit und beruflicher Distanz.

So sind also alle Beteiligten auf ihre Art stark gefordert. Das generiert ein Magnetfeld für angespannte Kommunikationssituationen und Konflikte, zu Verhaltensweisen, die Lösung eher verhindern als fördern.

In diesem Seminar befassen wir uns konstruktiv mit den wesentlichen Faktoren gelungener Kommunikation: der Kenntnis eigener und möglichen fremden Emotionen, Haltungen und Motiven einerseits und wirksamen sprachlichen Strategien andererseits, um Gefühle zu beruhigen und lösungsorientierte Gespräche zu führen.

Um möglichst praxisnah zu agieren, gehen wir von konkreten Erlebnissen der Teilnehmenden aus und analysieren sie.
Eine Basis dieser Analyse sind unbewusste Vermeidungsstrategien, die an das Modell der Archetypischen Inneren Antreiber anknüpfen.
Parallel dazu werden Zuhör- und Gesprächsführungsstrategien eingeführt und trainiert. Dazu gehört ebenso der Bereich der Körpersprache.

Durch diese äußerst wirkungsvolle Kombination gelingt es leichter, Situationen zu deeskalieren, Respekt zurückzuerlangen und gemeinsam sinnvolle Lösungen zu finden.

Lernziele
Nach dem Seminar haben die TN
• erweiterte Sichtweisen auf bisher unangenehme Kommunikationssituationen gewonnen
• das Modell der inneren Archetypischen Antreiber kennen gelernt
• neue Möglichkeiten des Umgangs mit eigenen und fremden Antreibern erfahren
• Zuhörtechniken gelernt und geübt
• deeskalierende Gesprächstechniken trainiert
• wichtige Elemente kontaktfördernder Körpersprache erlernt
• konkrete Impulse für Lösungen eigener Problemfälle mitgenommen

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Veranstaltungsort

Leibniz Kolleg Hannover
Karl-Wiechert-Allee 66
30625 Hannover
Deutschland

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