Depression und Suizidalität in beruflichen Kontexten

Angrenzende Bereiche (Logopädie), Angrenzende Bereiche (Ergotherapie), Angrenzende Bereiche (Physiotherapie)

Start:
25. Januar 2021
10:00 Uhr
Ende:
27. Januar 2021
16:00 Uhr
Ort:
Hannover
Gebühr:
425 €
Punkte:
24
Fortbildungspunkte
Für:
Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie
Von:
Leibniz Kolleg
Detlef Wotschke
Mit:
Uwe Hampel

Beschreibung

Herausforderung Depression und Suizidalität

Rund jeder Vierte erkrankt im Lauf seines Lebens einmal an einer psychischen Störung; mehr als 300 Millionen Menschen weltweit kämpfen mit Depressionen.
In dieser Weiterbildung befassen wir uns mit der Entstehung und den psychosozialen Grundlagen von Depressionen.

Wir gehen auf die Klassifikationen dieses Störungsbildes ein und beleuchten unterschiedliche Therapieansätze.
Suizidandrohungen sollten immer ernst genommen werden. Will ein Mensch sich das Leben nehmen oder damit droht, es zu tun, wird man mit einer schwierigen Situation konfrontiert. Für solche Situationen gibt es kein Patentrezept.

Bitte beachten Sie!
Jeder Teilnehmer ist für sich selbst verantwortlich. Der Seminar-Leiter setzt eine psychische Gesundheit der Teilnehmer voraus, ohne zu definieren, was das bedeutet. Dieses Seminar ist keine Psychotherapie und ist auch kein Ersatz dafür.
Wir werden keine therapeutischen Interventionen durchführen

Das Seminar, welches als Bildungsurlaub anerkannt ist, richtet sich ausschließlich an medizinisch-therapeutische Berufsgruppen sowie Pflegeberufe

 

 

1. Depressionen besser verstehen

Das klinische Bild der Depression kann vielseitig sein. Als Leitsymptome gelten depressive Verstimmung, Hemmung von Antrieb und Denken sowie Schlafstörungen.
Das Ausmaß der Depressivität kann von leicht gedrückter Stimmung bis zum schwermütigen versteinerten Nichts-mehr-fühlen-können.

Eine behandlungsbedürftige Depression ist eine Erkrankung, an der rund 17% der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben erkranken.
Deutschlandweit betrifft diese Krankheit jährlich sechs Millionen Menschen.

Erkennbare Unterschiede gibt es dabei innerhalb der Geschlechter:
Frauen sind doppelt so häufig wie Männer von Depressionen betroffen.

Depressive Erkrankungen sind dabei nicht nur für den Betroffenen selbst eine enorme Belastung, auch die Menschen im Umfeld leiden mit.
Liegt bei dem Betroffenen eine akute Episode vor, müssen die Angehörigen auf ein stabiles Glied in der Familienkette verzichten.

Das Verhalten wird rücksichtsvoller und die Kommunikation differenzierter.
Und dennoch empfindet der an einer Depression Erkrankte, egal was sein Umfeld für ihn tut, alles nur als eine zusätzliche Belastung und fehlerhaftes Verhalten.

2. Affektive Störungen

• Definition
• Klassifizierung von affektiven Störungen
• Verlauf
• Epidemiologie
• Symptomatik und klinische Subtypen
• Diagnostik und Differenzialdiagnose

3. Hilfreiche Grundannahmen, Therapieschulen und Heilmethoden

Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die klassischen Therapieschulen (Verhaltenstherapie und analytische Verfahren) und die modernen therapeutischen Ansätze (Hypnosystemische Therapie).
Nützliche Grundannahmen und Ansätze u.a. von Sigmund Freud, C.G. Jung, Gunther Schmidt, Gerald Hüther und anderen.

Wie Konflikte krankmachen können (Angst, Depression, Zwänge, psychosomatische Symptome).

Was sind innere Konflikte und wie können sie aufgelöst werden:
Innere Konflikte sind für die meisten, wenn nicht sogar für alle neurotischen Probleme verantwortlich. Sie machen aber auch dem „gesunden Menschen“ das Leben schwer.
Das Unterdrücken von Meta-Bedürfnissen erzeugt psychische und somatische Anspannungen, die sich bis zu einer Depression steigern können.
Die Teilnehmer lernen die wichtigsten menschlichen Meta-Bedürfnisse (Sicherheit, Zugehörigkeit, Individuation) kennen.
Aktive und passive Gedanken und was sie mit uns machen.

4. Suizidalität

• Allgemeines und Definition
• Phänomenbereich
• Suizidraten
• Suizidmethoden
• Allgemeines Modell zur Erklärung suizidalen Verhaltens
• Lebenskrisen und Risikofaktoren
• Symptomatik
• Diagnostik
• Therapie
• Verlauf
• Psychisch-Kranken-Gesetz

© verantwortlich für Seminarinhalte und -beschreibung Uwe Hampel

 

Zielgruppe

Pflegeberufe
Medizinische Fachberufe
Praxisinhaber / Führungskräfte
Therapeutische Berufe
Präventologen
Heilpraktiker Psychotherapie

 

Literaturempfehlung

 

Bandler, Richard; Grinder, John (2005): Reframing – Ein ökologischer Ansatz in der Psychoterapie (NLP). Paderborn: Junfermann Verlag
Bandler, Richard; Grinder, John (1994): Metasprache und Psychotherapie – Die Struktur der Magie I. Paderborn: Junfermann Verlag
Bandler, Richard; Grinder, John (1991): Kommunikation und Veränderung – Die Struktur der Magie II. Paderborn: Junfermann Verlag
Möller, Hans-Jürgen; Laux, Gerd; Deister, Arno (2009): Psychiatrie und Psychotherapie. Stuttgart: Thieme Verlag
Schmidt, Gunther (2008): Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag
Servan-Schreiber, David (2008): Die Neue Medizin der Emotionen – Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente. München: Wilhelm Goldmann Verlag

 

Uhrzeiten

 

Montag, 25.01.2021 von 10.00 – 17.00 Uhr.
Dienstag, 26.01.2021 von 9.00 – 16.00 Uhr.
Mittwoch, 27.01.2021 von 9.00 – 16.00 Uhr

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Veranstaltungsort

Leibniz Kolleg Hannover
Karl-Wiechert-Allee 66
30625 Hannover
Deutschland

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